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“Ich bin noch lang lang lang nicht müde”
Ein Säuseln in einer Stadt, die nicht schlafen will.
Mit Mockemalör ist es, als würde die Gegenwart in Berlin mit der Sinnlichkeit der zwanziger Jahre getränkt werden.
“Riesen” heißt das zweite Album der Band, produziert vom Wiener Produzenten Zebo Adam, der sich auch für die österreichische Band “Bilderbuch” verantwortlich zeichnet.
In einem völlig neuen Genre zwischen Varieté, Progressiv Pop und Punk mündet das, was am Knotenpunkt von Soul, Elektro und Klassik gründet. Die Wucht ihrer Platte hat einen so eigenen, so speziellen Ton, dass man beim Hören ganz ruhig wird, wie von einem zauberhaften Bann befallen, und zugleich unbändige Energie verspürt, die nach außen drängt, tanzen will man, die Sommernacht durchwachen, entrückt und euphorisch, in ein paralleles Universum katapultiert. Der wilde Wald wächst aus der Großstadt, schlingt sein Geäst um die grauen Häuser, greift mit warmer Stimme nach den Sternen.
Die gebürtige Schwarzwälderin Magdalena Ganter singt die detailverliebten Texte so beiläufig wie eindringlich. Sie erzählen vom Alltag, vom “Mit dir mag ich so gern Walzer tanzen”, dem Wahnsinn unserer Konsum- und Leistungsgesellschaft, und von einer Welt abseits unserer Wirklichkeit, wo Hunde Sinn fressen und Engel Punker werden können. Poetisch ist ein beinahe zu abgedroschenes Wort dafür, aber poetisch ist es, charmant, überraschend. Nach dem Hören will man die Texte nochmal lesen, sie als kleine Schmuckstücke an die Wand nageln, sein Leben mit dem Soundtrack der Musiker unterlegen.

Als die Sängerin 2010 im Rahmen einer experimentellen Theaterinszenierung auf den Drummer Martin Bach und den Pianisten Simon Steger trifft, entsteht eine Symbiose, die sich als der Anfang von einer gemeinsamen Reise erweist. Mockemalör ist geboren. Elektronik gepaart mit klassischen Elementen und die Lust am Ausdruck verbinden sich zu einer musikalischen Sprache, die schon ihr erstes Album “Schwarzer Wald” zum Schwingen bringt. Sphärische Synthesizer treffen auf Akkordeon-Passagen, Theatralität auf Minimalismus. Waren die Texte von “Schwarzer Wald” noch in Ganters Muttersprache Alemannisch, singt und ruft und spricht und feixt sie nun auf Hochdeutsch. Damit erlangen die Musiker eine Eingängigkeit, die sich direkt in die Herzen des Hörers spielt und die Sehnsucht erzeugt, selber beseelt im Schlafanzug durch die Straßen zu flitzen, denn “über rot rollt es sich so schön.”
Mit ihrem innovativen Sound und umwerfender, von Glamour sprühender , als auch tief berührender Bühnenpräsenz werden Mockemalör ihr Publikum erobern.
“Superlativ non Stopp”: Riesen ist eine Ansage!

von Rebecca Martin

ENG

Mockemalör creates the feeling that today’s Berlin is soaked with the sensuality of the twenties. It starts with a combination of soul, electronic, and classical music and ends with a new genre somewhere between variety, progressive pop, and punk.
In 2010, an experimental play in Berlin brought the three musicians together. Electronic music, combined with classical elements and the passion and expression of powerfully voiced singer Magdalena Ganter, who’s originally from the Black Forest, invents a musical language that already made their first album “Schwarzer Wald” flourish. Spherical synthesizers meet accordion passages, theatricality meets minimalism.
“Riesen” (“giants”), their second album, was produced by Viennese producer Zebo Adam, who also produced the popular Austrian band “Bilderbuch.” The lyrics of this electro-chanson album tell of everyday life, of “You are, with whom I want to waltz”, of the insanity of our consumerist society, and of a world apart from reality. A world, where dogs eat the sense and angels can become punks. When you listen to the songs, you want to read the lyrics again and pin them on the wall as little ornaments. You will want this mesmerizing music as the soundtrack of your life. “Riesen” is a statement!

by Rebecca Martin

mockemalör

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